Stationäre Mobilfunk-Router ersetzen das Internet aus der Buchse. Wir haben mehrere Modelle getestet.
Wer den Festnetzanschluss links liegen lässt und voll auf mobiles Internet setzt, kann auch zuhause die Vorzüge eines WLAN-Routers nutzen. Der stationäre Mobilfunk-Router bietet viele der gleichen Funktionen wie ein Router für Kabel, DSL oder Glasfaser, funkt aber im LTE- oder 5G-Netz. Wir haben eine Reihe von stationären Mobilfunk-Routern getestet und zeigen Ihnen hier die Testsieger und die Preistipps. Außerdem bekommen Sie weitere Informationen zu den Geräten.
Unsere Empfehlungen und Angebote auf einen Blick
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Testsieger:
Fritz! Fritz!Box 6860 5G
bei Amazon Marktplatz -
Preistipp:
TP-Link Archer MR550
bei Amazon -
Top-Alternative:
TP-Link Deco X50-5G
bei Amazon -
Beste WLAN-Performance:
Vodafone GigaCube 5G (MC888 Ultra)
bei Kaufland.de -
Beste Funktionalität:
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
bei Amazon Marktplatz
Mit dem WLAN-Router haben Mobilgeräte Zugriff auf das Internet. Üblicherweise wird zuhause der Festnetz-Router (zum Test) verwendet und für unterwegs gibt es mobile Router mit Akku (zum Test). Wer jedoch in der Wohnung keinen Festnetzanschluss hat oder absichtlich voll auf LTE und 5G setzt, kann einen stationären Mobilfunk-Router verwenden. Der hat einen Stromanschluss statt Akku, bietet dafür aber auch bessere Geschwindigkeit und Funktionalität.
Das lesen Sie in diesem Artikel: Wir stellen Ihnen die Top-Empfehlungen aus unserem Test vor. Die Router mit der besten Leistung oder dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis sehen Sie zuerst in einer Tabelle und danach im Detail. Außerdem erklären wir Ihnen unser Testverfahren und sagen Ihnen, was Sie bei stationären Mobilfunk-Routern generell beachten sollten.
Stationäre Mobilfunk-Router im Vergleich
(Auswahl aus 13 getesteten Produkten)
Testsieger: Fritz! Fritz!Box 6860 5G
Fritz! Fritz!Box 6860 5G
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Testurteil: Gut (1,6)
- Performance: Gut (1,8)
- Funktionalität: Sehr gut (1,2)
- Ausstattung: Sehr gut (1,5)
- Handhabung: Sehr gut (1,0)
- Leistungsaufnahme: Befriedigend (3,0)
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Vorteile
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Prima WLAN-Performance
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VPN per WireGuard
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Mesh-Funktion über Fritz!OS
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Nachteile
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Nur 1× Gigabit-LAN
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Kein USB-Port
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Leistungsaufnahme könnte besser sein
Testfazit
Der stationäre Mobilfunk-Router Fritz!Box 6860 5G funkt im LTE- sowie 5G-Netz und unterstützt dort jeweils alle wichtigen Funkbänder. Für das WLAN wird der Wi-Fi-6-Standard verwendet, der Router nutzt dort eine 160-MHz-Kanalbreite. Wir messen so eine maximale Datenübertragung von 945 MBit/s, unter Praxisbedingungen sind es eher 894 MBit/s. Das ist kein Spitzenergebnis, aber in Ordnung. Als SIM-Karte wird eine Nano-SIM verwendet, zum Einsetzen ist keine Nadel notwendig. Ein analoges Telefon lässt sich nicht anschließen, aber VoIP und DECT werden unterstützt. Das Fritz!DECT lässt sich außerdem für Smart-Home-Geräte des Herstellers verwenden. Sehr knapp sind leider die physischen Anschlüsse: Es gibt lediglich einen einzelnen LAN-Port mit 1 Gbit/s Geschwindigkeit und zudem kein USB. Der Router hat dafür eine hervorragende Handhabung: Die Einrichtung ist simpel, Schutz-Features sind voreingestellt und in der Web-Oberfläche gibt es viele Hilfestellungen. WPA3-Verschlüsselung ist vorhanden und aktiviert, dazu kann Dynamic DNS verwendet werden. Die Fritz!Box lässt sich problemlos in das Mesh-Netzwerk einbinden und wirkt dort nach Bedarf als Router oder Repeater. Außerdem kann sie als VPN-Server mit Wireguard verwendet werden. Ein Access-Point-Modus ist ebenfalls an Bord. Für NAS, FTP oder als Printserver ist das Gerät nicht vorgesehen. Die Leistungsaufnahme beim Datentransfer könnte etwas geringer sein, ist aber akzeptabel.
Preistipp: TP-Link Archer MR550
TP-Link Archer MR550
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Testurteil: Gut (2,5)
- Performance: Befriedigend (3,2)
- Funktionalität: Gut (2,2)
- Ausstattung: Gut (2,2)
- Handhabung: Gut (1,8)
- Leistungsaufnahme: Gut (1,8)
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Vorteile
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Einfache Steuerung
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Prima Ausstattung mit vielen Ports
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Geringe Leistungsaufnahme
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Nachteile
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Mittelmäßige WLAN-Performance
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VPN ohne Wireguard
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Kein Access-Point-Modus
Testfazit
Der TP-Link Archer MR550 ist ein solider Mobilfunk-Router für LTE. Dort werden alle wichtigen Frequenzen unterstützt. Das Gerät verwendet Nano-SIM-Karten. Im 5G-Netz funkt der Router nicht. Außerdem kommt für das WLAN nur der ältere Wi-Fi-5-Standard zum Einsatz. Die WLAN-Performance ist entsprechend etwas reduziert. Testen wir den Datentransfer unter Praxisbedingungen, kommen wir auf durchschnittlich 289 MBit/s. Der gemessene Höchstwert liegt bei 712 MBit/s. Für normale Internetnutzung ist das ok. Für Netzwerkkabel gibt es am Gerät außerdem drei LAN-Ports und eine LAN/WAN-Schnittstelle mit Transferraten von jeweils 1 Gbit/s. USB steht nicht zur Verfügung. Als Smart-Home-Zentrale eignet sich der Router nicht und auch Telefone lassen sich nicht anschließen. Die Einrichtung ist etwas mühsam, praktische QR-Codes zum Scannen gibt es nicht. Dafür steht eine prima Weboberfläche mit Kontexthilfe zur Verfügung. Ein individuelles Gerätepasswort gibt es nicht ab Werk, aber der voreingestellte WLAN-Schlüssel ist sicher. Die WPA3-Verschlüsselung für das WLAN ist von vornherein aktiviert. Der Router kann als VPN-Server arbeiten, jedoch wird der Wireguard-Standard nicht unterstützt. Als Router oder Repeater im WLAN-Mesh eignet sich das Gerät ebenfalls. Dynamic DNS ist nutzbar. Weitere Funktionalität des Routers, beispielweise als Druckerserver oder Access Point, steht nicht zur Verfügung. Dafür ist das Gerät im Betrieb vergleichsweise stromsparend.
Top-Alternative: TP-Link Deco X50-5G
TP-Link Deco X50-5G
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Testurteil: Gut (1,6)
- Performance: Sehr gut (1,3)
- Funktionalität: Gut (1,8)
- Ausstattung: Sehr gut (1,1)
- Handhabung: Befriedigend (2,8)
- Leistungsaufnahme: Befriedigend (2,8)
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Vorteile
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Starke WLAN-Performance
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Super Ausstattung inklusive Smart Home
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Praktische Funktionen
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Nachteile
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Voreingestellter Schutz ist lückenhaft
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Keine Telefonie-Funktionen und kein USB
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Leistungsaufnahme könnte besser sein
Testfazit
Der TP-Link Deco X50-5G ist ein stationärer 5G-Mobilfunk-Router. In den LTE- und 5G-Netzen werden alle wichtigen Frequenzbänder verwendet. Dafür ist eine Nano-SIM notwendig. Diese kann problemlos eingesteckt werden. Der Router baut ein WLAN-Netzwerk mit Wi-Fi-6-Standard und 160-MHz-Kanalbreite auf. Im Test kommen wir damit auf starke Geschwindigkeiten. Maximal messen wir 1.533 MBit/s im Datentransfer, bei alltagsnäheren Praxis-Bedingungen sind es immer noch 1.040 MBit/s. Für Telefonie ist der Router nicht vorgesehen, aber auf Wunsch kann er als Smart-Home-Zentrale dienen. Die TP-Link-Marken Tapo und Kasa werden unterstützt, aber auch der offene Matter-Standard. Zudem gibt drei umschaltbare LAN/WAN-Schnittstellen: zweimal 1 Gbit/s und einmal 2,5 Gbit/s Datenübertragung. Ein USB-Port ist nicht vorhanden. Die Handhabung könnte besser sein. Die Einrichtung ist zwar einfach, die Weboberfläche für die Einstellungen aber begrenzt. Außerdem sind die voreingestellten Passwörter und Schlüssel nicht individuell und daher unsicher. WPA3-Verschlüsselung ist vorhanden, muss aber erst eingerichtet werden. Dynamic DNS steht zur Verfügung. Außerdem lässt sich der TP-Link als Router oder Repeater im WLAN-Mesh verwenden. Ein Access-Point-Modus ist vorhanden. NAS, FTP und Printserver-Funktionalität sind nicht an Bord. Ein VPN-Server mit Wireguard wird hingegen unterstützt. Die Leistungsaufnahme ist ok, der Router könnte aber sparsamer sein.
Beste WLAN-Performance: Vodafone GigaCube 5G (MC888 Ultra)
Vodafone GigaCube 5G (MC888 Ultra)
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Testurteil: Gut (1,8)
- Performance: Sehr gut (1,0)
- Funktionalität: Befriedigend (2,8)
- Ausstattung: Sehr gut (1,3)
- Handhabung: Gut (1,9)
- Leistungsaufnahme: Ausreichend (4,0)
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Vorteile
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Exzellente WLAN-Performance
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Simple Einrichtung & Steuerung
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LAN/WAN mit 2,5 Gbit/s
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Nachteile
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Kein VPN-Server & keine Cloud
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Eingeschränkte Funktionalität
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Hohe Leistungsaufnahme
Testfazit
Der Vodafone GigaCube 5G bietet schnellen Mobilfunkempfang und hohe Datenraten im WLAN. Für die Verwendung ist eine Nano-SIM nötig. Im LTE-Netz unterstützt der Router alle wichtigen Frequenzbänder. Im 5G-Netz greift er nicht auf den 800-MHz-Bereich zu, was für den Empfang in ländlichen Gebieten relevant sein kann. Dafür ist das Wi-Fi-6-WLAN mit 160-MHz-Kanalbreite im Test rasant. Maximal messen wir einen Datentransfer von 1.947 MBit/s, unter Praxisbedingungen sind es immer noch starke 1.183 MBit/s. Ein schnelles Heimnetzwerk über Funk ist also drin. Anschlüsse für Netzwerkkabel sind rarer, dafür gibt es einen flotten LAN/WAN-Port mit 2,5 Gbit/s. Der zweite LAN-Port bietet 1 Gbit/s, USB fehlt. Ein analoges Telefon wird unterstützt, jedoch kein DECT oder VoIP. Auch für Smart-Home-Steuerung ist der Router nicht vorgesehen. Die Einrichtung ist simpel und die Steuerung über die Weboberfläche einfach. Die Sicherheitsmaßnahmen ab Werk sind ebenfalls prima, die WPA3-Verschlüsselung ist aktiviert. Lediglich die Smartphone-App könnte umfangreicher sein. Und recht mau sieht es auch bei den Funktionen aus: Ein VPN-Server kann nicht eingerichtet werden, Unterstützung für NAS, FTP oder Druckersteuerung gibt es nicht und selbst eine Cloud wird nicht angeboten. Zudem lässt sich der Router nicht als Access Point nutzen. Im WLAN-Mesh arbeitet er hingegen problemlos als Router oder Repeater. Dynamic DNS ist ebenfalls an Bord. Der Stromhunger des GigaCube ist ziemlich groß.
Alle Test- und Produktdaten:
Vodafone GigaCube 5G (MC888 Ultra)
Beste Funktionalität: Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
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Testurteil: Gut (1,8)
- Performance: Befriedigend (3,0)
- Funktionalität: Sehr gut (1,0)
- Ausstattung: Sehr gut (1,0)
- Handhabung: Sehr gut (1,1)
- Leistungsaufnahme: Gut (2,0)
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Vorteile
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Üppige Ausstattung inklusive Smart Home
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Super Handhabung & Funktionalität
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Geringe Leistungsaufnahme
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Nachteile
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Mittelmäßige WLAN-Performance
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Kein Wi-Fi 6
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Kein WAN und nur 1-Gigabit-LAN
Testfazit
Der stationäre Mobilfunk-Router Fritz!Box 6850 bietet 5G über eine Mini-SIM, unterstützt aber nicht überall moderne Standards. Insbesondere sticht der etwas ältere WLAN-Standard 5 heraus. Die Kanalbreite beträgt so nur 80 MHz und die Performance ist niedriger. Unter optimalen Bedingungen erreichen wir im Test maximal einen Datendurchsatz von 618 MBit/s, in der Praxis sind es durchschnittlich eher 369 MBit/s. Fürs Internet ist das genug, ein richtig schnelles Heimnetzwerk kann man mit dem Router aber nicht einrichten. Die LAN-Ports sind auf 1 Gbit/s beschränkt, dafür gibt es vier Stück davon. WAN steht nicht zur Verfügung, eine USB-3-Schnittstelle (Typ A) immerhin schon. Zudem bietet der Router neben VoIP und DECT einen Anschluss für ein analoges Telefon. Smart-Home-Geräte des Herstellers können ebenfalls gesteuert werden. Die Handhabung ist hervorragend. Neben simpler Einrichtung und voreingestellten Sicherheits-Features gibt es eine Weboberfläche, die Anfänger und Fortgeschrittene gleichermaßen zufriedenstellt. Die WPA3-Verschlüsselung für das WLAN ist von vornherein aktiviert. Der Router lässt sich problemlos in das WLAN-Mesh einbinden, auch als Repeater. Daneben gibt es VPN-Funktionalität mit Wireguard sowie Unterstützung für NAS, FTP und Druckersteuerung. Auch Dynamic DNS lässt sich verwenden. Lediglich einen Access-Point-Modus gibt es nicht. Der Stromverbrauch des Routers ist niedrig.
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Fritz! Fritz!Box 6850 5G
Bester Router ohne 5G: Asus 4G-AX56
Asus 4G-AX56
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Testurteil: Gut (2,4)
- Performance: Befriedigend (2,7)
- Funktionalität: Gut (2,3)
- Ausstattung: Gut (2,1)
- Handhabung: Befriedigend (2,6)
- Leistungsaufnahme: Gut (2,3)
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Vorteile
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Einfache Steuerung
-
Prima Ausstattung mit vielen Ports
-
Geringe Leistungsaufnahme
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Nachteile
-
Mittelmäßige WLAN-Performance
-
VPN ohne Wireguard
-
Keine WLAN-Mesh-Funktionen
Testfazit
Der stationäre Mobilfunk-Router Asus 4G-AX56 verwendet das LTE-Netz und unterstützt dort alle wichtigen Frequenzbänder. 5G kommt nicht zu Einsatz. Die Nano-SIM für den Empfang lässt sich problemlos einstecken. Im WLAN mit Wi-Fi-6-Standard wird eine 80-MHz-Kanalbreite verwendet. Top-Geschwindigkeiten gibt es so nicht. Wir messen zwar im Test in der Spitze eine Übertragung von 874 MBit/s, unter Praxisbedingungen sind es aber durchschnittlich nur 381 MBit/s. Für reine Internetnutzung ist das ausreichend. Wer Netzwerkkabel anschließen will, findet am Router ganze vier LAN-Ports mit 1 Gbit/s Datenübertragung sowie einen gleich schnellen WAN-Port. Einen USB-Anschluss gibt es nicht. Gleichsam unterstützt der Router keine Telefonie und auch nicht die Steuerung von Smart-Home-Geräten. Die Einrichtung ist recht einfach, außerdem gibt es eine gute Weboberfläche mit Kontexthilfe. Die voreingestellten Passwörter sind jedoch nicht individuell für das Gerät und müssen geändert werden. Auch die WPA3-Verschlüsselung wird erst bei der Einrichtung aktiviert. Der Funktionsumfang des Routers ist durchwachsen: Er kann als VPN-Server verwendet werden, jedoch nicht mit Wireguard. Ins WLAN-Mesh lässt er sich gar nicht integrieren. Die Sicherheits- und Diagnose-Features sind ansonsten aber solide und es gibt Dynamic DNS. Auch ein Access-Point-Modus steht zur Verfügung. Extra wie NAS oder Druckersteuerung gibt es nicht. Die Leistungsaufnahme des Routers ist gering.
Werte im Vergleich
- Download-Datenrate (Praxis-Bedingungen, Mittelwert, Intel BE200)
- Maximale gemessene Datenrate WLAN
- Leistungs-Aufnahme bei Datentransfer
Download-Datenrate (Praxis-Bedingungen, Mittelwert, Intel BE200):
Unser Testcenter hat diese Produkte unter Laborbedingungen geprüft und die
Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der Fachredaktion kontrolliert. Unsere Tests sind stets unabhängig und
transparent.
Wie viel kostet ein stationärer Mobilfunk-Router?
Preislich unterscheiden sich die stationären Mobilfunk-Router wenig von den stationären Festnetz-Routern. Es gibt Topmodelle für über 400 Euro und besonders günstige Geräte für unter 100 Euro. In diesem niedrigen Preisbereich finden Sie durchaus einige gute Heimnetz-Router für LTE-Empfang. Soll aber auch das 5G-Netz verwendet werden, kostet das mehr. Die Top-Modelle, bei denen inzwischen fast immer 5G-Empfang dabei ist, liegen aber eher bei 200 Euro aufwärts.
Stationäre Router, egal ob für Festnetz oder Mobilfunk, sind im Durchschnitt günstiger als die mobilen Router. Die „Unterwegs-Geräte“ mit Akku und kompakter Bauweise haben einen deutlichen Aufpreis – insbesondere, wenn der mobile Router schnellen 5G-Empfang bieten soll.
Die stationären Mobilfunk-Router werden in Performance, Funktionalität, Ausstattung und Handhabung bewertet.
Mobilfunk-Router vs. Festnetz-Router: Was ist der Unterschied?
Viele haben zuhause weiterhin einen Festnetz-Anschluss über die Bodenleitungen – also VDSL, Kabel oder Glasfaser. Selbst wenn die Festnetz-Telefonie an Bedeutung verliert, kommt das Internet immer noch aus der physischen Telefonbuchse, an welcher der WLAN-Router angeschlossen wird. Unterwegs nutzen aber die meisten mobiles Internet am Handy, also über das LTE- oder 5G-Funknetz. Der Festnetzanschluss ist somit keine Notwendigkeit mehr.
Der stationäre Mobilfunk-Router vereint beide Welten: Das Gerät steht wie gewohnt in der Wohnung, wird aber nicht mehr an die Telefonbuchse angeschlossen. Vielmehr stecken Sie eine SIM-Karte in das Gerät und können dann mobiles LTE- oder 5G-Internet für das heimischen WLAN verwenden. So reicht eine SIM-Karte, um mehrere Geräte mit dem Internet zu verbinden. Außerdem haben Sie die Möglichkeit, für die Datenübertragung ein Heimnetzwerk aufzubauen.
Welche Einschränkungen haben Mobilfunk-Router?
Im Falle von VDSL-, Kabel oder Glasfaser-Verträgen haben Sie in der Regel eine Flatrate. Sie können also unbegrenzt surfen, streamen und Spiele herunterladen. Für den stationären Mobilfunk-Router brauchen Sie eine SIM-Karte und der Mobilfunk-Vertrag ist meist mit einem begrenzten Datenvolumen verbunden. Tatsächlich unbegrenztes mobiles Internet ist teuer. Ist das Datenvolumen aufgebraucht, wird die Internet-Geschwindigkeit gedrosselt.
Sie sollten also einen Vertrag mit einem entsprechend hohen Datenvolumen wählen. Wenn Sie jeden Tag eine Stunde Videos streamen, sind das alleine im Monat gut 100 GByte. Es gibt aber auch Verträge, bei denen speziell das Streaming über die Portale des Anbieters bereits enthalten ist. In der Regel können Sie eine zweite SIM-Karte für den Router zu Ihrem bestehenden Handy-Vertrag dazubuchen. Ob es einen Aufpreis für das 5G-Netz gibt, hängt vom Anbieter ab.
In Hinblick auf die Verfügbarkeit der Mobilfunknetze gibt es regional starke Unterschiede. Der 5G-Ausbau in Deutschland schreitet voran, das schnellste mobile Internet bekommen Sie aber weiterhin in Ballungsräumen und entlang von Verkehrsadern. In ländlichen Regionen existieren Funklöcher, nicht nur für 5G-Empfang, auch für LTE/4G. Eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaser gibt es aber genauso wenig. Mobilfunk-Internet kann also eine gute Alternative sein.
Zuletzt spielt es auch eine Rolle, wie gut der Mobilfunk-Empfang in Ihrer Wohnung ist. Festnetz-Router stehen in der Regel in der Nähe der Telefonbuchse. Bei Mobilfunk-Routern müssen Sie unter Umständen den passenden Platz in der Wohnung finden, beispielsweise das Fensterbrett. Die Dicke der Mauern, Funkstörer und – speziell in der Stadt – die Anzahl der Mobilfunk-Nutzer in der unmittelbaren Nachbarschaft haben hier Auswirkungen auf die Empfangsqualität.
Stationäre Mobilfunk-Router können eine gute Alternative zum Festnetz-Router sein.
Was ist beim Kauf von stationären Mobilfunk-Routern zu beachten?
- Mobilfunknetz: Alle gängigen Mobilfunk-Router unterstützen das LTE/4G-Netz. Sofern der Empfang gut genug ist, reicht das auch für Video-Streaming im mobilen Internet. Mit dem 5G-Netz erreichen Sie deutlich bessere Übertragungsraten. 5G ist aber in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar und ob 5G-Nutzung im Handy-Vertrag enthalten ist, hängt vom Anbieter ab. Router, die sowohl LTE als auch 5G unterstützen, kosten in der Regel mehr. Zudem besteht das Netz aus mehreren Frequenzbändern. Wenn der Router nicht auf allen Bändern funken kann, geht das unter Umständen auf Kosten der Empfangsqualität. Einige Router bieten die Möglichkeit, externe Antennen anzuschließen, um beim Empfang weiter nachzuhelfen.
- WLAN-Standard: Wie bei allen WLAN-Routern spielt der Wi-Fi-Standard eine große Rolle. Neuere Standards (Wi-Fi 6, 6E oder 7) haben nicht nur schnellere Übertragungsraten, sondern können auch die verwendeten Frequenzbänder im WLAN klüger steuern und den Datentransfer optimal auf alle verbundenen Endgeräte (Handy, Tablet, Notebook) aufteilen. Die beworbenen Spitzen-Geschwindigkeiten erreichen Sie zwar selten, weil diese von Störungsquellen im Funkverkehr beeinflusst werden. Aber beim Wi-Fi-Standard gilt immer: Neuer ist besser.
- Sicherheits-Features: Bei der Übertragung im WLAN-Netzwerk werden die Daten verschlüsselt. Aktuell kommt hier die WPA3-Verschlüsselung zum Einsatz und ist bei neueren Wi-Fi-Standards sogar Pflicht. Das ursprüngliche WPA („Wi-Fi Protected Access“) gilt inzwischen als unsicher und sollte nicht mehr verwendet werden. Einige ältere Router verwenden noch eine WPA2-Verschlüsselung. Dieses ist bei einem gut gewählten WLAN-Passwort ausreichend sicher. Die WPA3-Verschlüsselung ist dennoch vorzuziehen. Die meisten Router bieten weitere Sicherheits-Extras wie eine konfigurierbare Firewall, URL-Filter und Kindersicherung sowie die Möglichkeit, ein VPN (virtuelles privates Netzwerk) einzurichten. Wireguard ist hierfür ein gängiger Standard.
- Steuerung & Einstellungen: Gesteuert wird der stationäre Router in der Regel, indem Sie über den Internetbrowser auf die Weboberfläche zugreifen. Zum Teil ist das inzwischen auch per Smartphone-App des Herstellers möglich. In der Weboberfläche können Sie Einstellungen am Netzwerk vornehmen, den Mobilfunk-Datenverbrauch einsehen und Extra-Funktionen nutzen. Das ist nicht immer anfängerfreundlich. Praktisch ist daher, wenn die Optionen in der Übersicht erklärt werden. Am Gerät selbst gibt es in der Regel nur wenige Bedienelemente. Mit dem WPS-Button (Wi-Fi Protected Setup) können Geräte schnell gekoppelt werden. Teilweise gibt es auch die Möglichkeit per Knopfdruck das WLAN ein- und auszuschalten.
- WLAN-Mesh & Netzwerk: In einem WLAN-Mesh stehen mehrere Geräte über Funk miteinander in Kontakt und ermöglichen so eine optimale Netzwerk-Abdeckung in der Wohnung. Der Router kann im Mesh sowohl die Rolle der Zentralstelle als auch eines Repeaters übernehmen – sofern er diese Funktionalität mitbringt. Insbesondere bei älteren Geräten ist das oft noch nicht der Fall. Praktisch ist zudem der Aufbau eines Heimnetzwerks mit mehreren Endgeräten, in dem offline Dateien übertragen werden, beispielsweise zu einem NAS. Beim Zugriff auf das mobile Internet ist die Geschwindigkeit in den LTE- oder 5G-Netzen begrenzt. Die Datenübertragung im Heimnetzwerk kann aber die volle WLAN-Datenrate nutzen. Wollen Sie stattdessen Geräte per Netzwerkkabel an den Router anschließen, sollte dieser viele und schnelle LAN-Ports haben.
- Extra-Funktionen: Der Funktionsumfang der stationären Mobilfunk-Router schwankt stark, insbesondere weil es andere Nutzungsprofile gibt als bei Festnetz-Routern. So bieten einige Router teilweise Telefonie-Funktionen, also die Möglichkeit, ein analoges oder DECT-Telefon anzuschließen. Wer sich für einen Mobilfunk-Router entscheidet, verzichtet aber vermutlich ohnehin auf das klassische Telefon. Einige der Modelle lassen sich zudem als Smart-Home-Zentrale nutzen, haben einen Access-Point-Modus für die Nutzung zusätzlicher Netzwerke oder bieten sogar einen Speicher für den NAS-Zugriff. Möchten Sie von außen auf das Heimnetzwerk zugreifen, brauchen Sie Dynamic DNS. Viele Router unterstützen das – aber nicht alle.
Testcenter: Jacek WojtowiczRedaktion: Daniel Nusser














































